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Montag, 11. Juli 2016

Zauberhafte Yogakissen....ohne Yoga!

Wenn ich eine Sportart nennen müsste, die auf keinen Fall zu mir passt, dann wäre es, neben Ballet, definitiv Yoga. Das ist richtig schade, denn ich bewundere die vielen Yoga-Anhänger, die aus ihrem Sport nicht nur Gelassenheit und Lebensfreude, sondern richtig viel Gelenkigkeit ziehen - zumindest hat dies den Anschein. Es ist ja auch nicht so, als hätte ich es nicht probiert mit diesem Yoga...aber ich musste ziemlich schnell erkennen, dass wir keine Freunde werden.
Ich bin einfach zu hibbelig, zu ungelenkig und schnell ablenkbar. (Mein Mann meint immer "Wie ein Eichhörnchen auf Speed" - was auch immer er mir damit sagen will.) :-) Außerdem bin ich in etwa so spirituell wie eine Tütensuppe. Aber wer weiß, vielleicht wird auch mich die Erleuchtung irgendwann heimsuchen. Oder eben nicht.
Nun, diese ambivalente Beziehung zu Yoga sollte mich nicht abhalten, ein Schnittmuster für Yogakissen auszuprobieren...nur dass es in meinem Haushalt dann halt keine Yogakissen, sondern Kuschel-Bodenkissen für die Kinder sind. (Aber zugegeben: Yogakissen klingt halt auch cooler als "Bodenkissen für Fernsehzwecke".) :-)

Und da ich im Moment sowieso ein bisschen im Graziela-Stoff-Fieber bin, war es um mich geschehen, als ich den Blog "Herz-Lieb" von Annelie entdeckte. Annelie hatte nämlich das Glück, im Rahmen eines Probenähens den tollen Bauernhof-Stoff von Graziela vernähen zu dürfen. Das Resultat hat mich schier vom Hocker gehauen: Entstanden sind eine wunderschöne Tunika und eben besagte Yoga-bzw. Bodenkissen.
Und da ich, wie der Zufall es eben so wollte, den Graziela-Bauernhoff-Stoff in meinem Stoff-Schatzkästchen liegen hatte, war der Entschluss schnell gefasst: Bodenkissen nähen - Jawoll!  An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Annelie für die tolle Inspiration.

Umso begeisterter war ich, als ich sah, dass das Kissen-Schnittmuster der Feder von Frau Scheiner entstammte. Ich liebe die Schnittmuster bzw. Ebooks von Frau Scheiner! Schon damals, als ich das Steckenpferd von ihr nähte, war ich extremst angetan von ihrem Ebook. Frau Scheiner erklärt einfach super, hat tolle Ideen und ihre Anleitungen sind nicht nur super genau, sondern auch toll beschrieben. Das Ebook für die Yoga-Bodenkissen findet ihr HIER. Aber nun genug der Lobhudelei.
Das DIY-Bodenkissen-Projekt hat mir richtig viel Spaß gemacht...und ich mag das Endergebnis sehr. Der Graziela-Bauernhof-Stoff kommt nun in unserem Wohnzimmer richtig schön zur Geltung - die Kissen machen einfach gute Laune und die Kinder lieben es, auf ihnen herumzuturnen.
Die Stoffe für mein Projekt hatte ich glücklicherweise alle zu Hause, für die Paspel habe ich Schrägband verwendet, das ich zuvor allerdings glatt gebügelt habe, um es dann um meine Papselschnur zu nähen. Und für die Kissenfüllungen habe ich Dinkelspelz verwendet. Dinkel hat den Vorteil, dass es nicht nur ein günstiger Füllstoff ist, sondern den Kissen auch eine Schwere verleiht und für einen guten Sitzkomfort sorgt. Die Knöpfe in der Mitte habe ich selbst mit kleinen Stoffresten bezogen. Meine kleine Maus liebt es, an den Knöpfen zu ziehen und mit ihnen zu spielen.
Das Nähen hat durchaus einige Stunden in Anspruch genommen, da ja neben die Hüllen auch noch Inlays angefertigt werden mussten, aber ich hatte super viel Freude dabei - zumal ich sowieso sehr gerne Baumwolle vernähe.
Das Ergebnis seht ihr hier. Übrigens: Oberteil und Hose meiner kleinen Maus sind selbstverständlich ebenfalls aus Graziela-Stoff (Apfeljersey) und nach einem Schnittmuster der lieben Pauline aka Klimperklein genäht.







Mittwoch, 22. Juni 2016

DIY: Das einfachste Kleidchen der Welt

Es gibt Dinge, die denkbar simpel und genau deswegen ganz besonders zauberhaft sind. So auch das neue Lieblingskleidungsstück meiner Tochter: Ein wundervolles Schürzenkleidchen.
Schon lange wollte ich meiner kleinen Lady ein solches Kleidchen nähen und als ich dann kürzlich den neuen Bauernhofstoff von Graziela entdeckte, war es um mich geschehen.
Immer, wenn meine Kleine dieses Kleidchen trägt, denke ich unweigerlich an die Kinder aus Bullerbü, wie sie über sommerliche Wiesen hüpfen, barfuß auf Steine im Bach springen und Walderdbeeren naschen. Ganz schön kitschig...aber einfach wunderbar. Da werden Kindheitserinnerungen wach!
Mit diesem Kleidchen kann man sich ein bisschen von dieser Landidylle in die Stadt holen; es ist super schnell und einfach genäht und dazu einfach praktisch!
Das Schnittmuster habe ich von Trash Monstarz - einem Berliner Nähshop. Der Schnitt ist super einfach, genauer gesagt, besteht er sogar nur aus einem einzigen Stück. In meiner Variante habe ich das Kleid mit Schrägband eingefasst - definitiv der kniffeligste Teil. Wie man auf dem Foto sieht, ist es auch nicht ganz perfekt geworden (Schrägband um die Ecke nähen ist nicht so ganz mein Ding), aber für meine Zwecke reicht es aus. Bei Verflixt & Zugenäht findet ihr übrigens eine Anleitung, in der ihr erklärt bekommt, wie man Schrägband um Kurven näht.
Man kann das Schrägband aber auch einfach weglassen und das gewendete Stück nach dem Bügeln kappartig absteppen.
Das Kleidchen ist einfach perfekt zum Drüberziehen über Leggins und Body...und an besonders heißen Tagen kann es auch einfach über die Windel gezogen werden. Einfach super zum Draußen spielen!
Da ich kürzlich die neuen Jersey Snaps von Snaply entdeckt habe, wurden sie natürlich direkt als Verschluss ausprobiert. Ich kann sie nur empfehlen - mir persönlich gefallen sie sogar noch besser als die guten alten Kam Snaps aus Kunststoff.
Na dann ab an die Nähmaschinen - ihr seid nur wenige Schritte von eurem eigenen Sommerkleidchen entfernt. Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei!




Dienstag, 9. Juni 2015

DIY-Mobile für kleine und große Träumer...

Nachdem ich das, ursprünglich für das Baby geplante, Mobile mit den farbenfrohen Vögelchen (siehe hier) dann doch lieber über unserem Esstisch platziert habe, musste selbstverständlich ein neues Mobile her. Schließlich soll unsere Kleine beim Wickeln ja nicht an eine blanke Zimmerdecke starren müssen.
Auch bei diesem Projekt diente mir Pinterest wieder als große Inspirationsquelle und da ich außerdem den Wölkchen-Trend im Moment zuckersüß finde, war klar, dass es etwas mit Wölkchen sein musste. Und zwar mit Wölkchen, aus denen es etwas ganz schönes Buntes regnet. Zu aufgeregt sollte das Mobile allerdings nicht sein, da die kleinen Babyaugen schließlich nicht mit einem reizüberflutenden Gebilde an der Decke überfordert werden sollen.
Also habe ich mich letzten Samstag mal wieder an die Nähmaschine gesetzt und einfach mal drauf los genäht...und gebastelt. (Im Übrigen warte ich immer noch auf die Wehen...und da ist Basteln bzw. Nähen eine fantastische Ablenkung, bevor mich die Warterei vollends wahnsinnig macht!)

Das Ergebnis seht ihr hier:



Für dieses Mobile benötigt ihr folgendes Material:
- weißen Filz
- etwas Füllwatte
- bunte Filzkügelchen
- weiße oder bunte Perlen
- Federn
- bunte Knöpfe
- Nylonschnur
- Holzring oder Mobile-Stern aus Holz
- Nadel und Faden

Bei der Anordnung der jeweiligen Materialien lasst ihr eurer Fantasie einfach freien Lauf. Ich habe am Schluss noch ein paar Federn eingearbeitet...so ist das Babymobile gleichzeitig auch ein Traumfänger und kann durchaus auch größeren Kindern (oder auch den ganz Großen) schöne Träume bescheren.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbasteln und sweet dreams!


Freitag, 29. Mai 2015

Alle Vögel sind schon da...und ich auch wieder!

Meine Lieben, ich habe es geschafft! Nach über drei Monaten strenger Bettruhe mit ganz vielen Höhen und Tiefen, bin ich wieder zurück im Leben. Und kaum zu glauben, aber das Baby ist immer noch im Bauch! Jetzt, da sie offiziell kommen dürfte, will sie nicht mehr....Mädchen eben. :-) Das ist aber gar nicht schlimm, sondern lässt mir noch ein bisschen Zeit, alles für ihre Ankunft vorzubereiten. Außerdem genieße ich es so sehr, mich endlich wieder bewegen zu dürfen, mit meinem Sohn zu spielen, mich mit Freundinnen zu treffen und vor allem an die frische Luft zu dürfen. Last not least kann ich nun auch wieder kreativ sein und darüber bloggen. In meiner Zeit der Bettruhe konnte ich außer stricken, Netflix-binge-watching und lesen nämlich nicht wirklich etwas machen...aber vielleicht veröffentliche ich demnächst auch mal was über meine gestrickten Babysachen oder ein paar Buchempfehlungen - unfassbar, aber ich habe über 40 Bücher verschlungen während ich liegen musste.

Hier nun aber mal wieder etwas Genähtes für euch: Ein Vögelchen-Mobile
Eigentlich war es mein Plan, ein eigenes Baby-Mobile zu basteln, nachdem ich vom Bett aus stundenlang das gesamte Netz nach schönen Mobiles zu kaufen abgesucht hatte, aber nicht so wirklich fündig wurde. Nachdem der Arzt wieder "grünes Licht" zur Bewegung gab, führte mich einer meiner ersten Wege an die Nähmaschine, die in den letzten Wochen ja so sträflich vernachlässigt wurde. (Ok, vorher habe ich noch einen Kuchen gebacken, das musste einfach sein.) Ziel: Ein Baby-Mobile mit Vögelchen. Auf Pinterest hatte ich nämlich ein super einfaches Schnittmuster für kleine Vögel aus Stoff entdeckt, und zwar von Spool Sewing, das ihr hier finden könnt.

Das schöne an diesem Schnittmuster ist, dass es unglaublich einfach zu nähen ist und man bis auf ein paar Stoffreste und etwas Füllwatte weder besondere Nähkenntnisse noch umfangreiches Material benötigt. Die Stöckchen für das Mobile habe ich einfach im Garten aufgesammelt und etwas Nylonschnur und Silberdraht hatte ich sowieso noch zu Hause.
Nachdem die Vögelchen fertig genäht, ausgestopft und die Füllöffnung mit einem Matratzenstich geschlossen wurde, habe ich sie mit Draht auf den Stöckchen befestigt und diese dann mit Nylonschnur aufgehängt. Dabei muss man das Gewicht vorsichtig austarieren, ein ganz schöner Balanceakt. Als es dann fertig war, musste ich dann schnell feststellen, dass es für ein Babymobile dann vielleicht doch etwas überdimensioniert ist. Also hängt das Mobile jetzt über unserem Küchentisch und verleiht dem Essbereich einen schönen Farbakzent.
Und damit unser Baby nicht auf ihr Mobile verzichten muss, habe ich schon eine neue Idee für eine etwas kleinere, babygerechte Version in petto...natürlich veröffentliche ich diese auch wieder hier im Blog. Ihr könnt gespannt sein.
Ich gehe jetzt noch ein bisschen raus in den Garten...die Sonne genießen...denn ich bin blass wie ein Vampir. Wie ein sehr sehr dicker Vampir. :-)


Montag, 1. Dezember 2014

Blogger Adventskalender: Das 2. Türchen

Ihr Lieben, heute ist der 2. Dezember und ich habe die Ehre, euch nun das 2. Türchen des Blogger Adventskalenders präsentieren zu dürfen.

Tadaaaaaaaa!!!!

Heute gibt es eine kleine Anleitung zum Herstellen von Weihnachtsstempeln und mit etwas Glück könnt ihr das tolle Set "Carve-a-stamp-kit" von Yellow Owl Workshop gewinnen.



Stempeln ist ja jetzt schon seit ca. zwei, drei Jahren extrem im Trend und in diversen Shops, vor allem auf Dawanda, kann man mittlerweile auch tolle Stempelsets kaufen, so auch Weihnachtsstempel. Aber noch viel toller (und günstiger!) als kaufen, ist es natürlich, Stempel selbst zu machen. Und dazu braucht man eigentlich gar nicht viel.



Materialien:
- einige weiße Radiergummes
- ein scharfes Cutter-Messer, noch besser: ein kleines Messerset für Linolschnitte
- diverse Stempelkissen unterschiedlicher Farben
- einen weichen Bleistift
- ggf. Vorlagen mit weihnachtlichen Motiven

Zunächst einmal überlegt ihr euch, welche Motive ihr gerne stempeln würdet. Inspiration dazu habe ich über die Google Bildersuche, aber auch in Magazinen wie der Mollie Makes, Flow oder dem DIY-Magazin vom Topp Verlag gefunden. Außerdem habe ich ein tolles Buch "Mollie Makes Weihnachten", in dem es viele kleine Weihnachtsmotive zum Nachzeichnen gibt.

Nun übertragt ihr ein gewünschtes Motiv mit einem weichen Bleistift auf einen Radiergummi. Solltet ihr euch verzeichnen, könnt ihr die Linien einfach mit einem anderen Radiergummi ausradieren. (Schon witzig, wir radieren mit einem Radiergummi Striche auf einem anderen Radiergummi aus.) :-)
Sobald ihr euer Motiv aufgezeichnet habt, überlegt ihr euch, ob es positiv oder negativ sein soll. Hmm, was das heißt?
Hier ein Beispiel: Das Schneeflöckchen


Hier ist die linke Schneeflocke positiv gestempelt, d.h. dass die Struktur des Eiskristalls farbig ist und der Hintergrund weiß. Die rechte Schneeflocke ist hingegen negativ, das bedeutet, dass die Struktur des Kristalls farblos ist und daher nur durch den farbigen Hintergrund sichtbar wird.
Für einen positiven Stempelabdruck müsst ihr also die Schneeflocke auf den Radiergummi aufzeichnen und alles, außer den Linien des Kristalls, vom Radiergummi mit dem Messerchen wegschneiden.
Beim negativen Abdruck ist es umgekehrt, hier schneidet ihr nur den Kristall aus dem Radiergummi heraus und lasst den Rest stehen.
Ihr merkt also, es ist wichtig, dass man sich vorher entscheidet, ob man einen negativen oder einen positiven Stempelabdruck herstellen will. Ich finde beider gleichermaßen schön und man kann wirklich tolle Effekte damit erzielen.

Damit aus einem simplen Radiergummi ein toller Stempel wird, solltet ihr eure Motive so detailgenau wie möglich aufzeichnen. Das Ausschneiden stellt allerdings die größte Herausforderung dar, hier braucht man, neben einem wirklich spitzen Messerchen, eine wirklich ruhige Hand und ganz viel Geduld. Wenn man einmal zu viel abgeschnitten hat, dann kann man dies leider nicht mehr rückgängig machen. Daher rate ich, immer erst einmal sehr sparsam zu schneiden und die Feinheiten am Schluss ganz sanft herauszukratzen. Wenn ihr mit euren Motiv zufrieden seit, fertigt einen Probedruck an. So könnt ihr gut sehen, an welchen Stellen ihr noch einmal nacharbeiten müsst.
Bevor ihr euren Stempel dann endgültig verwenden könnt, reinigt ihn noch einmal unter fließend warmem Wasser und mit ein bisschen Spüli. So stellt ihr sicher, das später keine Fussel euren Stempeldruck verunreinigen.

Jetzt kann wild drauf losgestempelt werden!!! Mit euren eigenen Stempeln könnt ihr Weihnachtskarten, Geschenkanhänger, Tischkarten oder auch Geschenkpapier euren ganz individuellen Touch verleihen...denn eines ist sicher: Keiner hat exakt den Stempel, den du hergestellt hast!

Außerdem macht das Stempel Schnitzen einen riesigen Spaß...wenn es auch ein bisschen Sauerei ist, weil danach ganz viele kleine Radiergummibrösel auf dem Boden herumfliegen...aber wo gehobelt wird, fallen ja immer auch Späne. :-)

Wenn ihr, so wie, auf den Geschmack gekommen seid, dann macht mit bei meinem Gewinnspiel und gewinnt ein Profiset von Yellow Owl Workshop zur Herstellung eurer eigenen Stempel. Darin enthalten sind ein Messerset, eine ausführliche Anleitung mit tollen Vorlagen, zwei Gummiblöcke zum Ausschnitzen, ein Stempelkissen und ein Stift. Alles, was ihr dazu machen müsst, ist einen Kommentar unter diesem Post oder auf meiner Facebook Fanpage zu hinterlassen und ihr wandert in den Lostopf. Der "Einsendeschluss" ist der 5. Dezember 2014, 24 Uhr. Ich drücke euch ganz ganz fest die Daumen!

Ach und vergesst nicht, auch weiterhin die Türchen unseres Bogger-Adventskalenders zu öffnen. Morgen ist das Türchen mit der Nummer 3 dran. Hier der große Überblick:

Ho Ho Ho: Zeigt her eure Stiefel!

Bald kommt er, der Nikolaus! Ich bin schon so aufgeregt, denn für meinen kleinen Mann ist es das erste Mal, dass er den Nikolaus kennen lernt, zumindest bewusst. Ich freue mich schon auf seine Reaktion, bin aber auch auf alles gefasst: Von hysterischem Geschrei, über pure Freude, Neugierde, sofortige Erkenntnis (der Nikolaus klingt irgendwie wie Papa) oder müdes Abwinken - da kann alles dabei sein, bei den Kleinen weiß man ja nie.

Aber eines ist schon mal sicher: Ein Nikolausstiefel liegt auf jeden Fall bereit und wartet darauf, gefüllt zu werden (vorzugsweise mit Schokolade, Gummibärchen und kleinen Schleich-Tieren...und nicht etwa mit ollen Nüssen oder Mandarinen). :-)

Und weil es so schön einfach ist, habe ich den Nikolausstiefel für Jakob einfach selbst genäht. Ihr habt noch Zeit bis Samstag....also ab an die Nähmaschine!



Hier eine kleine Anleitung für euch:

Für einen Nikolausstiefel benötigt ihr folgendes Material:
- mindestens zwei verschiedene Stoffe (z.B. mit Weihnachtsmotiven von Riley Blake)
- Volumenvlies
- Nähgarn
- Vliesofix (falls ihr den Namen oder anderes applizieren möchtet)

Online gibt es jede Menge kostenlose Schnittmuster für Nikolausstiefel, so gibt es neben dem klassischen Stiefel auch Elfenstiefel und vieles mehr. Ich habe mich hierbei für ein klassisches Modell entschieden und ein kostenloses Schnittmuster von Mitteschoen verwendet. Das Schnittmuster findet ihr hier. Eigentlich kann man aber auch auf die Verwendung einer Vorlage verzichtet und einfach einen Stiefel auf Papier aufzeichnen und dann aufzeichnen, denn mehr ist es eigentlich  nicht.

Damit der Stiefel etwas kontrastreicher ist, habe ich mich entschieden, den oberen Teil des Stiefelschafts in einem anderen Stoff zu nähen. Zuerst habe ich dazu die beiden Außenteile des Stiefels aus Stoff ausgeschnitten, wobei ich für den oberen Teil des Schafts jeweils einen anderen Stoff verwendet, und die beiden Teile dann jeweils zusammengenäht habe.
Auf die beiden Außenteile habe ich je eine Lage Volumenvlies aufgenäht, damit der Stiefel etwas mehr Stabilität erhält. Theoretisch könnte man aber auch auf das Volumenvlies verzichten, sollte man gerade keines zur Hand haben und man sowieso recht dicke Baumwollstoffe vernäht hat.

Für die Innenseite meines Stiefels habe ich ebenfalls wieder einen anderen Stoff verwendet (hier Sternenstoff), sodass mein Werk aus insgesamt drei unterschiedlichen Stoffen besteht.
Bevor es an das Zusammennähen geht, habe ich auf einen Außenteil noch den Namen meines Sohnes appliziert. Wie man das macht, habe ich an der ein oder anderen Stelle ja bereits erklärt. Dazu habe ich den Riley Blake Tannenbaumstoff vom oberen Stiefelschaft verwendet.

Wenn das Volumenvlies aufgebügelt und der Name appliziert ist, kann mit dem Nähen begonnen werden. Achtung: Hier werden nicht etwas je ein Außen- und ein Innenteil zusammengenäht, sondern ihr näht zunächst die beiden Außenhüllen an den Seiten zusammen, sodass ihr schon einen eigenen kleinen Stiefel habt. Das gleiche macht ihr mit dem Innenteil des Stiefels.
Danach müsst ihr beide Teile, also den Außenstiefel und den Innenstiefel inneinander stecken, und ganz wichtig: rechts auf rechts! Das bedeutet, dass die beiden "schönen" Seiten der Stiefel aufeinander liegen müssen. Nun könnt ihr die beiden Teile außen an der Stiefelöffnung zusammennähen, lasst dabei eine kleine Öffnung, die groß genug ist, um den Stiefel dadurch zu wenden. Wenn ihr euer Werk gewendet habt, könnt ihr die Wendeöffnung mit einem Matratzenstich unauffällig zunähen.

Damit man den Stiefel auch aufhängen kann, habe ich vor dem Zusammennähen einen schmalen Stoffstreifen, den ich zuvor versäubert und vernäht haben, in die Wendeöffnung eingelegt, sodass dieser mit dem Vernähen ebenfalls befestigt wurde.

Fertig ist euer Nikolausstiefel! Jetzt muss ich nur noch einen für den Papa und für mich selbst nähen...und nächstes Jahr dann für unser Weihnachtsengelchen. :-)

Ich wünsche euch einen tollen Nikolausabend und ganz ganz viel Spaß!



Donnerstag, 13. November 2014

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider...

Kindersachen müssen bunt sein! Und idealerweise noch die Lieblingsmotive der kleinen Fashion Victims zeigen. Bei uns sind im Moment Feuerwehrmänner und Indianer extrem hoch im Kurs - klar, dass dann auch das passende Outfit her muss.
Und da es ja doch mittlerweile etwas kühler geworden ist, reicht ein einfaches Jersey-Raglanshirt nicht mehr aus, um draußen Wind und Wetter zu trotzen. Gut, dass es da das supertolle Schnittmuster für den Stoffmixpulli von Klimperklein gibt.
Für mich war das Nähen der beiden Pullis eine kleine Premiere, denn zum ersten Mal kam meine Overlock-Maschine zum Einsatz, vor der ich viel zu lange unberechtigterweise viel zu großen Respekt hatte. Und jetzt? Ich liebe das Nähen mit der Overlock! So schnell bekommt man so saubere und tolle stabile Nähte...fast wie vom Profi.

Auch mein kleiner Feuerwehrmann / Indianer liebt seine neuen Pulli und wird sie hoffentlich künftig ohne Murren anziehen wollen:


Es macht solchen Spaß, diesen Pulli zu nähen und das Schnittmuster ist super einfach zu verstehen. Ganz besonders toll finde ich die vielen Details, so zum Beispiel die seitlichen Eingrifftaschen, die Kapuze und die kleine Knopfleiste am Halsausschnitt. Der Pulli besteht aus Sweatstoff, Baumwollstoff und aus Bündchen. Dazu habe ich noch meine geliebten Kam Snaps zum Einsatz gebracht.
Neuer Sweatstoff ist schon bestellt, mal sehen, wie viele Pullis ich in den nächsten Tagen noch so nähen werde - dank Overlock, ist das ja jetzt kein Problem mehr. Das Schnittmuster gibt es übrigens auch für Mädchen...falls sich unser neuer Nachwuchs als Mädchen outen sollte, dann gibts bestimmt bald ganz viele rote und rosafarbene Pullis von mir. :-)

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Sonntag, 9. November 2014

(10+6) Nähblog Contest - Das Ergebnis

Es war ein mal ein stolzes Land, das Rheinland-Pfalz ward genannt.
Wo sanfte Hügel sich erheben, und in den Bergen saft'ge Reben,
in den Tälern mächt'ge Flüsse fließen und in der Pfalz die Felder sprießen.

Wo schöne Jungfraun mit goldnen Haaren, auf Bergen thronen wo unten Schiffe fahren,
Wo bärtige Räuber durch die Wälder ziehen, dem Schinderhannes treu zu dienen,
Ja in Rheinland-Pfalz, wo die Burgen und Schlösser sind, dort leben gerne Mann, Frau und Kind.

In diesem Ländchen, dort lässt es sich leben, was kann es auf den Welt denn Schön'res geben?
Hier alle Menschen fröhlich lachen, zu Fastnacht allerlei Schabernack machen.
Sich freuen an 'nem Gläschen Wein, Weck und Woscht dazu, so muss das sein.

In Mainz am Rhein da stimmt der Ton, das wussten auch die Römer schon.
Und bei allen Leuten ganz bekannt, sind liebe Wesen, die Mainzelmännchen genannt.
Ob Anton, Berti, Edi, Det...den Mainzelmännchen jeder gern zur Seite steht.

So begab es sich zu der Zeit, dass die Zunft der Schneider ausrief zu einem Wettstreit.
Das Symbol des Landes war zu nähen, um den besten Schneider auszuspähen.
Eine tapf're Schneidersfrau begab sich mit frohem Mut, an Nadel und Faden und gab all ihr Herzblut.

Die Schneidersfrau, sie hatte ein Ziel: Ein Mainzelmännchen zu nähen, für Kinder zum Spiel.
So nähte sie tagaus und tagein, schnitt und fädelte, und erlitt gar manch Pein.
Dann war sie fertig, doch oh Schreck, oh Graus, ihr Püppchen sah nicht wie ein Mainzelmann aus.

Kein runder Kopf, sondern eine seltsame Beule, keine schönen Augen, sondern die einer Eule,
zwei dürre Arme, ganz krumm und zu lang, ein seltsamer Körper, ein komischer Gang,
Struppige Haare, die Kleider vermessen, die Schneidersfrau hatte auch noch die Nase vergessen.

Die Rheinland-Pfälzer, sie tobten und riefen: "Du Schneidersfrau, dein Mainzelmann, der ist ja zum Schniefen.
Den Wettstreit, den können wir jetzt vergessen, der Preis, der geht bestimmt ins feindliche Hessen."
Die Schneidersfrau, die weinte sehr, sie war kaum zu trösten, der Kummer war schwer.

Doch dann, dann kam ein and'rer kleiner Mann, der gar nicht aussah, wie ein Mainzelmann,
er schlang seine Ärmchen ganz fest um die Frau und flüsterte ins Ohr ihr ganz schlau:
"Du Mama, äh Schneidersfrau, ich möchte dir sagen, es gibt keinen Grund hier so zu verzagen.
ICH mag dein Mainzelmännchen wirklich sehr, ich gebe es nie wieder her."

Die Schneidersfrau wischte fort ihre Tränen, ja sie lachte sogar über die ganze Szene.
Wettstreit hin oder her, ihr Herz war nun nicht mehr so schwer.
Und so begab es sich zu dieser Zeit, dass zwei Männchen fortan nur noch zu zweit,
in Rheinland-Pfalz zu sehen sind: Der seltsame Mainzelmann und das kleine Kind.





Materialien: Nickistoff, Puppenjersey, Filz, Füllwatte und Kam Snaps



Mittwoch, 22. Oktober 2014

Diamonds are a girl's best friend...#zalandodiy

Ihr Lieben, spät ist's geworden...jetzt nämlich genau 23:30 Uhr. Das heißt: Ich habe noch genau 30 Minuten Zeit, bis ich mein Projekt für den Zalando-DIY-Wettbewerb einreichen muss...der Einsendeschluss ist nämlich der 22. Oktober - was ich leider völligst übersehen hatte. So ist mir heute Abend per Zufall eingefallen, dass ich das Projekt ja schon heute in Angriff nehmen musste.

Nun ja, wie sagt man so schön: Nur unter Druck entstehen Diamanten! Und damit sind wir auch schon beim Motto meines Projekts: Diamonds are a girl's best friend!

Die Aufgabenstellung von Zalando lautete:

Gestalte ein T-Shirt nach deiner Wahl im Rahmen eines DIY-Projekts um. Vorab durfte ich mir ein T-Shirt von Zalando aussuchen und dann bekam ich (heute!) ein kleines DIY-Kit und besagtes Shirt zugeschickt, das ich zum Redesign meines Shirts verwenden durfte. Im Set waren enthalten: Ein Stückchen Stoff, ein Reißverschluss, ein Döschen mit kleinen Perlen und eine schwarze Brosche. Bis auf die Brosche habe ich alle Materialien verwendet und lediglich noch ein bisschen schwarzes Satinband aus meinem eigenen Bestand hinzugefügt.

Bitte verzeiht mir, dass die Bilder nicht sooo super geworden sind...leider hat das Tageslicht mich im Stich gelassen. :-)

Hier seht ihr das Ergebnis:



Es hat richtig viel Spaß gemacht, trotz fortgeschrittener Stunde. Der Reißverschluss am Ärmel war ein bisschen kniffelig, gibt dem Shirt aber einen süßen Akzent. Und der Diamant...ja was soll ich dazu sagen - welche Frau liebt denn keine Diamanten?

Und die Story zum Shirt erfahrt ihr in meinem Video, das mich, exklusiv für euch, im Schlafanzug zeigt! Aber seht selbst:



Kinder, und jetzt gehe ich schlafen. Sleept tight, you guys!


Freitag, 17. Oktober 2014

Baby, it's getting cold outside...

...na ja, eigentlich stimmt das nicht.
Am Wochenende erwarten uns lauschige 25 Grad mit strahlendem Sonnenschein! Für einen Oktober, ganz schön außergewöhnlich. Aber wir wollen uns da mal nicht beschweren, sondern jeden Sonnenstrahl einsammeln, den wir kriegen können. In etwa so, wie Frederick aus dem Mäusebuch von Leo Lionni.
Trotz hochsommerlicher Wetterprognose hat mich in den letzten Tagen allerdings nichts davon abhalten können, mich dem Winteroutfit meines Sohnes zu widmen:
Zuerst waren wir Winterschuhe kaufen. Ihr denkt jetzt bestimmt, dass es bestimmt super easy peasy sein muss, für einen 2-jährigen Schuhe zu kaufen - im Gegensatz zu 13-jährigen pubertierenden Mädels? Weit gefehlt! Ich würde beim Schuhe kaufen jedes pubertierende Gör meinem Sohn vorziehen. Klingt hart, ist aber so. Ich hätte nie gedacht, dass ein 2-jähriges Kind schon einen eigenen Geschmack in Sachen Schuhe haben kann. Aber damit nicht genug - für mein Kind scheinen alle Schuhverkäuferinnen die Inkarnation des Bösen darzustellen. Anders kann ich es mir nämlich nicht erklären, dass er sich weder von ihnen anfassen, geschweige denn die Füße vermessen oder die Schuhe anprobieren lässt. Kurzerhand musste Mama den Job übernehmen, was aber auch nur mit mäßigem Erfolg endete. Schlussendlich musste ich entnervt zwei paar Winterschuhe auf gut Glück kaufen...in der Hoffnung, dass sie ihm passen werden und er sich bereit erklärt, sie zu tragen. Denn am liebsten würde er den lieben langen Tag in seinen Gummistiefeln mit den Elefanten drauf herumlaufen.
Auch bei anderen Kleidungsstücken manifestiert sich bisweilen der eigenwillige Geschmack meines Kindes: "Nein, T-Shirt nicht gut passt" oder "Ich Hose nicht gut findet". Aaaaargh, ganz schön kompliziert. Und die wunderhübsche neue gelbe Jacke von Jako-o wird ebenfalls kategorisch und mit großem Gebrüll abgelehnt: Ich vermute, dass ihm dabei der Reißverschluss-Kragen missfällt.
Aber weiter zum Winteroutfit! Neben den Winterschuhen mussten natürlich auch die passenden Accessoires her, also Mütze und Schal. Wie gut, dass Mama das einfach selbst nähen kann....und zwar aus Dino-Stoff! Persönlich muss ich zugeben, dass der Dino-Stoff nicht meine erste Wahl gewesen wäre, aber ich hoffe natürlich, mit einem Dino-Outfit die Tragechancen von Mütze und Schal signifikant zu erhöhen - den mein Kleiner liebt Dinos. Ich muss mich immer wieder wundern, dass bei Jungs quasi automatisch das "Dino-total-gut-finden-Gen" eingepflanzt ist, denn ich habe ihn keinesfalls dazu erzogen, Dinos zu mögen. Eher im Gegenteil. Aber gut, wenn er Dinos mag, dann mag er eben Dinos.
Also habe ich mich kurzerhand an die Nähmaschine gesetzt und ihm ein kleines Winterset genäht, bestehend aus Dino-Beanie mit Teddy-Plüsch-Futter und einer Halssocke, ebenfalls im Dino-Design  mit einem Innenleben aus Plüsch. Die Halssocke wird normalerweise über den Kopf gezogen, da ein "Über-den-Kopf-ziehen" bei uns aber das nächste häusliche Drama und eine Weigerung, das Ding auch nur anzufassen, heraufbeschwören würde, habe ich die Halssocke umfunktioniert und, dank Kam Snaps, eine Version zum Knöpfen fabriziert. Das Schnittmuster für das Beanie habe ich mal wieder von meiner geliebten Klimperklein und die Halssocke gibt es sogar als kostenloses Schnittmuster von Olilu. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich mich hiermit in aller Form und ausdrücklich bei all jenen Bloggern bedanken möchten, die kostenlose Schnittmuster, Tutorials und Ideen mit der Allgemeinheit teilen und durch ihre Arbeit dazu beitragen, die Welt ein bisschen bunter - und vor allem freundlicher zu machen. Ihr seid wirklich spitze!!!
So, genug der Worte, die Ergebnisse meines Nähaktion des winterlichen Dino-Outfits seht ihr hier:



Das Set ist wirklich super einfach zu nähen und daher für Anfänger ideal geeignet. Los, traut euch und ab an die Nähmaschine! Ich fände es toll, zu sehen, was so zaubert!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Frau Kauz kommt in den Kindergarten

In den letzten Tagen hatte mich das Eulenfieber fest im Griff? Ihr denkt jetzt: "Eulen? Wirklich? Der Trend hat doch schon einen sooooo langen Bart." Ja, ich gebe zu, das Thema "Eule" ist mittlerweile schon ausreichend bearbeitet und manchmal kann man es schon gar nicht mehr sehen. Insbesondere, seitdem Tchibo, Aldi, H&M und Co. ebenfalls auf den Eulenzug aufgesprungen sind.
Aber gut, Eulen sind halt einfach schön und süß und von daher konnte auch ich mich dem Trend nicht länger verwehren.
Vor einigen Tagen haben wir in unserer Nähgruppe bei einer Freundin zu Hause gemeinschaftlich unsere Eulen für ein großes Bodenkissen zurecht geschnitten. Das Schnittmuster stammt hierbei von den Elberbsen und ihr könnt es hier als E-Book erwerben.
Das Schöne an diesem Schnittmuster ist, dass es sich sowohl für blutigen Nähanfänger, als auch für Fortgeschrittene sehr gut eignet und viel Raum für eigene Ideen und Kreativität lässt.
Das Projekt hat den Mädels unserer Nähgruppe richtig viel Spaß gemacht und mittlerweile müssten so an die 10 Eulen entstanden sein. :-)

Ich selbst habe zwei Eulen kreiert: Eine davon (die pinke) bleibt aber nicht bei uns zu Hause, sondern zieht in den Kindergarten, bzw. die Spielgruppe meines Sohnes um. Im Gruppenraum gibt es eine Schmuseecke, die dringend etwas verschönert werden muss. Da dachte ich mir, dass eine Frau Kauz da ein schöner Anfang wäre.
Beim Nähen kam mir übrigens folgende Idee: Anstatt den Eulen lediglich EIN Gesicht zu geben, habe ich jeweils auf der Rückseite ein weiteres Eulengesicht genäht, und zwar eine schlafende Version der Eule. So haben wir nun je eine Wacheule und eine Schlafeule. :-)








Freitag, 3. Oktober 2014

All About Apples Teil 2: DIY Deko-Äpfelchen

Aaaaah! Ich bin ganz hibbelig! Es ist das Wochenende zum Feiertag der Deutschen Einheit und die Wetterprognose ist gut. Verdammt gut. Wahrscheinlich ist dies das letzte spätsommerliche Wochenende in diesem Jahr. Und mir fallen soooo viele Sachen ein, die ich machen möchte. Noch ein letztes Mal zum Rheinstrand im Sand buddeln? Ein letztes Eis in der Sonne genießen? Oder doch lieber in den Tierpark? Oder im Straßencafé sitzen? Und was soll ich anziehen, noch ein letztes Mal mit kurzen Ärmeln raus? Vielleicht doch lieber grillen? Oh man, das ist zu viel Druck...damit kann ich nicht umgehen. Viel zu viele Möglichkeiten - und am Ende weiß man nicht, wie man sich entscheiden soll, bleibt vor lauter Angst, die falsche Option zu wählen, vielleicht sogar zu Hause und wischt mal wieder feucht durch. Ja Leute, das sind echt First World Problems. Viel zu viele Möglichkeiten. Echter Freizeitstress.
Aber vielleicht bin ich dieses Wochenende ja mal total tollkühn! Ziehe mir meine Jack Wolfskin Survival Ausrüstung an und gehe raus. Ja, richtig verstanden, RAUS. In diese "Natur"...und lasse einfach mal das schöne Wetter und all das auf mich zukommen. Ohne Pläne. Ohne Handy, ohne Google Maps und ohne Yelp oder Tripadvisor. Ein schier wahnwitziger Plan.
Vielleicht gehe ich auch einfach mal raus in den Garten und genieße das schöne Licht, die tollen Farben der bunten Blätter...nun ja, so wie ich mich kenne hält das "Genießen" dann ca. 7 Minuten an. Dann überfallt mich das Gefühl, irgendetwas "Machen" zu müssen, und wenn es nur Unkraut zupfen oder Laub zusammen fegen ist. Hach, man hat es schon schwer. :-)
Wisst ihr schon, was ihr dieses Wochenende machen möchtet? Falls nicht, könnt ihr ja vielleicht mit eurer Herbstdeko beginnen? Ich habe damit schon vor ein paar Tagen angefangen und als Teil meiner Reihe "All About Apples" ein paar kleine Äpfelchen genäht, die ich an meinem Herbstkranz an der Decke über unserem Esstisch aufhängen möchte.
Das Schöne an diesen DIY-Äpfelchen ist, dass sie richtig einfach zu nähen sind.



Dazu habe ich einfach Stoffe in verschiedenen Rottönen bzw. mit unterschiedlichen Muster rausgesucht und für die Blätter dickeren, grünen Wollfilz verwendet. Um mehr Volumen zu bekommen, habe ich jeweils auf eine Innenseite der Äpfelchen Volumenvlies aufgebügelt. Die Ränder der Äpfel habe ich mit einem Zierstich mit grünem Faden abgesteppt. Die grünen Blätter habe ich gemeinsam mit dem Aufhängebändchen eingenäht. Am Schluss noch ein paar Knöpfe aus meiner, mittlerweile recht umfassenden Knopfsammlung, aufgenäht und fertig. :-)
Die Äpfelchen könnt ihr auf vielfältige Art und Weise in eure Herbstdeko einbinden. Sogar für die Weihnachtsdeko kann man sie benutzen...schließlich hat man früher keine Christbaumkugeln an den Weihnachtsbaum gehängt, sondern Äpfel. Aber Weihnachten ist ja noch sooo weit weg, daran wollen wir noch gar nicht denken. Ihr wisst ja: Sonst kommt der Freizeitstress! :-)

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderschönes verlängertes Wochenende mit ganz viel Zeit, das tolle Wetter zu genießen.




Montag, 22. September 2014

All About Apples!

Obst ist gesund! Darüber sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Leider muss ich aber gestehen, dass ich, trotz des zweifellos hohen gesundheitlichen Nutzens von Bananen, Trauben und Co., ein eher gespaltenes Verhältnis zu Obst habe. Ich bin nämlich ganz schön kompliziert, was Obstsorten betrifft. Bananen finde ich irgendwie zu matschig und zu süß, alles, was Kerne hat, fällt aus Prinzip schon mal raus, die meisten Beerensorten finde ich zu sauer und sobald etwas auch nur den Ansatz einer braunen Stelle hat, kann ich es nicht mehr essen. Klingt verrückt, ist aber so. Was Konsistenz und Aussehen von Obst betrifft, bin ich nämlich extrem empfindlich. Leider. Schon immer habe ich all jene beneidet, die sich, besonders im Sommer, einmal quer durch alle frischen Obstsorten essen können. So sind mein Mann und mein Sohn wahre Obst-Fans und unser Kühlschrank quillt fast über mit den unterschiedlichsten Obstsorten.
Tja, aber es gibt eine Rettung für Pienzchen wie mich: Äpfel! Äpfel gehen bei mir eigentlich grundsätzlich immer (zumindest all jene Sorten, die nicht mehlig oder schrumpelig sind). Deswegen freue ich mich im Moment ungemein, denn die Apfelzeit hat begonnen. So hatten wir vor einigen Tagen das große Vergnügen, bei Appel Happel auf dem schönen Mainzer Lerchenberg unsere eigenen Äpfel pflücken zu können. Und zwar mit der ganzen Familie!
Das muss ein inspirierendes Erlebnis gewesen sein, denn im Nachgang sind mir ganz viele tolle Idee rund um das Thema Apfel eingefallen: Apfelstrudel, kleine genähte Äpfelchen, Apple Crumble...lasst euch einfach überraschen. In den nächsten Tage werde ich meine Apfel-Ideen in der Serie "All About Apples" mit euch teilen. Hach, was freu ich mich und bin wie immer gespannt auf euer Feedback!



Donnerstag, 18. September 2014

DIY (Kinder-)garderobe - Das Tutorial


Erinnert ihr euch noch an mein Gewinnspiel vor ca. 2 Wochen? Damals hatte ich, anlässlich der 150-Fan-Marke auf Facebook, ein kleines Gewinnspiel veranstaltet, bei dem ihr zwei, von mir selbst gemachte, Kindergarderoben gewinnen konntet. Mittlerweile hat Zaubercraft auf Facebook fast 900 Fans - der absolute Wahnsinn! Ich hätte nicht damit gerechnet, so viele Likes in so kurzer Zeit zu bekommen...da ist bald ein neues Gewinnspiel fällig!
Aber jetzt gibt's erst mal ein neues Tutorial für euch: Die Anleitung zur DIY (Kinder-)Garderobe!
Ich habe versucht, euch in einfachen Bildern zu zeigen, wie ihr selbst eine tolle Garderobe für euch oder eure Kleinen bauen könnt - und das ganz ohne Nähen. Es ist wirklich einfach und ein ganz toller Hingucker im Flur, Schlafzimmer, Kinderzimmer oder Bad. Außerdem schafft die Garderobe wenigstens ein bisschen Ordnung im Chaos der Kleinen...oder der Großen.



Hier, für euch, das DIY-Garderoben-Tutorial in 8 einfachen Schritten

Schritt 1: Sammelt eure Materialen:
- Ein Holzbrett mit Maßen eurer Wahl. Mein Holzbrett im Beispiel hat die Maße 45 x 10 cm
- 2 verschiedene Stoffe 
- Schrägband oder Webband in der Breite des Brettes
- Garderobenhaken (meine Haken habe ich im Baumarkt Hornbach gekauft)
- Polsternägel zum Fixieren des Schrägbands
- Klebeband (beidseitig)
- Hammer
- Akkuschrauber (bei realtiv weichem Holz funktioniert auch ein einfacher Schraubenzieher)
- Tackergerät
- Aufhängevorrichtung für die Rückseite (ebenfalls von Hornbach)



Schritt 2: Klebt kleine Stückchen des Klebebands auf die Rückseite des Brettes
Das Klebeband wird auf der Rückseite angebracht, damit ihr den Stoff beim Überziehen schon einmal fixieren könnt. So vermeidet ihr Falten auf der Vorderseite. Man kann das Klebeband theoretisch auch weglassen, dann riskiert man aber, dass der Stoff einreißt, da er dann lediglich durch die Tackernägelchen gehalten wird. Die Methode mit Klebeband hat sich bei mir also durchaus bewährt. 



Schritt 3: Umwickelt das Brett mit Stoff und fixiert diesen mit Tackernägeln
Wenn ihr das Brett umwickelt und den Stoff auf das beidseitige Klebeband aufgeklebt habt, kommen jetzt, zur zusätzlichen Stabilität, die Tackernägelchen zum Einsatz. Eine tolle Sache, so eine Tackermaschine! 



Schritt 4: Fixiert euren Kontraststoff darüber
Bevor ihr den Kontraststoff über dem Brett fixiert, bügelt ihr die untere Kante um, sodass ein sauberer Abschluss entsteht. Da der Seelöwenstoff, den ich hier verwendet habe, relativ dünn war, habe ich den Stoff doppelt genommen. So vermeidet man, dass der Stoff durchscheinend wirkt. Wenn ihr die Kante umgebügelt habt, könnt ihr den Stoff darüber legen und auf der Rückseite mit Tackernägelchen fixieren. 



Schritt 5: Bringt das Schrägband an der Kante zwischen beiden Stoffen an
Legt das Schrägband genau auf die Kante zwischen den beiden unterschiedlichen Stoffen und fixiert dieses auf der Rückseite mit dem Tacker. 



Schritt 6: Schraubt die Garderobenhaken auf dem Brett an
Um die Garderobenhaken auf dem Brett anzuschrauben, sollte man zunächst die Abstände zwischen den einzelnen Haken berechnen und die Punkte, an denen die Schrauben angebracht werden sollen, mit einem Bleistift markieren. Vor dem Eindrehen der Schrauben mit dem Akkuschrauber, habe ich zunächst die "Einschraubstellen" mit einem Stichling und einem Hammer bearbeitet und damit kleine Löchelchen in das Holz gemacht. So kann man die Schraube vor dem Eindrehen besser fixieren und man verringert die Gefahr, die Schraube schief und krumm einzuschrauben. 



Schritt 7: Fixiert das Schrägband mit Polsternägeln
Damit euer Schrägband bzw. Webband besseren Halt auf eurer Garderobe bekommt, fixiert man dieses mit kleinen Polsternägelchen. (Auch hier bitte vorher die Abstände abmessen, damit das Ergebnis symmetrisch wird.) Durch die Polsternägel wird außerdem ein sehr schöner, zusätzlicher Effekt erzielt. 



Schritt 8: Schraubt die Aufhängevorrichtung an der Rückseite des Brettes an. 
Damit ihr eure Garderobe auch an der Wand anbringen könnt, benötigt ihr auf der Rückseite eine kleine Aufhängevorrichtung (aus dem Baumarkt). Diese wird einfach mit zwei oder vier Schräubchen in der Mitte der Garderobenrückseite angeschraubt. 


Tadaaaa! Fertig! Das war doch gar nicht so schwer, oder? Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbasteln und bin gespannt auf eure Ergebnisse! 



Mittwoch, 10. September 2014

The Crochet Ripple Blanket - Ein Tutorial

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist das Häkeln. Klingt langweilig...und was soll ich sagen, das ist es auch. Dafür aber so wunderbar entspannend! Insbesondere in der kälteren Jahreszeit kann man sich abends gut mit dem Häkeln beschäftigen und dabei noch schöne und nützliche Dinge zaubern.
So zum Beispiel eine Häkeldecke mit Wellenmuster - auf neudeutsch: Das Crochet Ripple Blanket.
Während einem meiner Aufenthalte in den USA habe ich das wellige Häkelmuster in einer Zeitschrift entdeckt und direkt einmal ausprobiert. Anfangs musste ich etwas üben, aber dann ging es mir ganz leicht von der Hand. Mittlerweile habe ich schon einige Ripple Blankets gehäkelt, das letzte für das Baby meiner Freundin. Ripple Blankets sind schön kuschelig und dabei aber auch ganz leicht und fluffig (natürlich kommt es auch auf die verwendete Wolle an). Ich wurde schon ein paar Mal gefragt, wie man ein solches Wellenmuster hinbekommt und ob es schwer ist.
Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, ein kleines Fototutorial für euch zu machen, in dem ihr Schritt für Schritt lernen könnt, wie ihr eine Ripple Decke häkeln könnt. Es ist wirklich nicht schwer und macht ganz ganz viel Spaß. Was die Farbauswahl betrifft, so sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Schaut doch einfach mal auf Pinterest nach Beispielen - da gibt es wunderschöne Ideen.
Solltet ihr Fragen zum Tutorial haben, einfach fragen! In meinem Beispiel habe ich eine Häkelnadel der Größe 5 und die Wolle "Mille Filli" von Wolle Rödel verwendet.
So, jetzt geht's los! Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Häkeln!


The Crochet Ripple - eine Häkeldecke mit Wellenmuster
Das Tutorial

















So, ich hoffe ihr hattet Spaß! Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen noch ein kurzes Erklärvideo zum Thema einstellen, damit die Schritte noch etwas deutlicher werden. Falls ihr Lust habt, schickt mir doch Fotos eurer fertigen Exemplare...dann kann hier im Blog Beispielbilder als Inspiration für andere einstellen.